Wohlstandsinseln und Armutsviertel

13. Januar 2010

Hängt Berlin die sozial Schwachen ab?

Zu einem Gesprächs- und Diskussionsabend mit dem Stadtsoziologen Hartmut Häußermann (seit einigen Jahren wohnhaft im Prenzlauer Berg) und Lisa Steger (Journalistin) lädt die SPD Kollwitzplatz ein. Es wird diskutiert, wie das Zusammenleben in einer Stadt organisiert werden kann, wenn einerseits wohlhabene Wohnviertel wie Prenzlauer Berg Zentrum prosperieren und andererseits Stadtteile wie Wedding oder Teile Neuköllns verarmen.

Nun ja, die Berliner SPD forciert mit dem fest in ihrer Hand sich befindlichen Quartiersmanagement (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung) die gezielte Aufwertung aktuell des Neuköllner Nordens (“Kreuzkölln”). Dort schaffte es die Zwischennutzungsagentur “erfolgreich”, Pionierprozesse der Gentrifizierung in Gang zu bringen. In Folge steigen die Mieten in einem sehr armen Stadtteil – was noch nie besonders sozial war, sondern zu Verdrängung führt. Und der Regierende Klaus Wowereit sendet freudigst eine Grußbotschaft zum Marthashof-Richtfest – einem Immobilienprojekt, das ganz bestimmt nicht dazu angetan ist, der sozialen Spaltung der Stadt etwas entgegenzusetzen.

26. Januar, 19:30 Uhr
Aula der GLS-Sprachschule
Kastanienallee 82

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