“Poesie des Untergrunds”
Der Prenzlauer Berg war in der DDR einerseits ein klassischer Arbeiterbezirk, andererseits auch Ort und Chiffre für die Suche nach und das Leben in Alternativen. Ein Aspekt davon ist die Literatur- und Künstlerszene der 1980er Jahre, mit all ihren Widersprüchen und Begrenztheiten.
In einem Stadtbezirk, der eigentlich großflächig für den Abriss vorgesehen war, boten sich Nischen für kulturelle und soziale “Randexistenzen”, gleichzeitig war die Stasi gut mit dabei. Dieser Aspekt der Geschichte ist ein prägnantes Beispiel für die Vielschichtigkeit gesellschaftlicher, persönlicher Realitäten, die selten bis nie mit den im Diskurs vorherrschenden Deutungen in schwarz-weiß vereinbar sind.
Die Ausstellung “Poesie des Untergrunds” widmet sich der Geschichte der Szene im Prenzlauer Berg im Zeitraum von 1979 bis 1989, sie wird am 20. November 2009 um 19 Uhr eröffnet:
Ansage
Christoph Tannert
Michail Nelken
Verlesung
Andreas Koziol - addition/tradition der differenzen
Performerei
Valeri Scherstjanoi – ode ade ddr opus zwanzig
Musike
Alexander Krohn & Straßenschaden
+
DJs Papenfuß & Gericke (Polish Jazz vs. Driftrock)
Nachlese
ab 22 uhr – NEU BAR (Greifswalderstraße 218, ca. höhe Immanuelkirchstraße)
DJ Leonhard Lorek (postrevolutionäre Popsongs)
Ort:
Museumsverbund Pankow (Kulturzentrum Sebastian Haffner)
Prenzlauer Allee 227/228
Weitere Veranstaltungen zur Ausstellung (PDF-Datei)


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