SED-Parteitach in Cottbus
Die Erfahrung lehrt, dass unter den Teppich gekehrte Differenzen nur um so mächtiger hervortreten, wenn man versucht, sie zu verstecken (“Nichts ist mächtiger als ein Streit, dessen Zeit lange vorbei ist”).
So sind die Kämpfe vertagt in der – wahrscheinlich trügerischen – Hoffnung, dass sie erst nach der Bundestagswahl (spätestens 2009) aufbrechen. Klärender inhaltlicher Richtungsstreit auf offener Bühne mit offenem Visier – vergiss es. Themen gäbe es genug und Entscheidungen sind immer besser als keine.
Sollen sie doch entscheiden, dass Berliner und sonstige ostdeutsche Linke Spinner, neoliberale, staatstragende Opportunisten sind, die die reine Lehre verraten.
Ruhe bewahren ist die oberste Parteipflicht, so scheint es. Lebendigkeit sieht anders aus. Mich gruselts.
link:
Der 1(1). Parteitag der SED
Nicht sagen, was ist. (Prager Frühling)

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