“Heraus zum 1. Mai”, nur wohin?

28. April 2009
Auch das ist der 1. Mai; Foto: flickr/renehering

Auch das ist der 1. Mai - Foto: flickr/renehering

Der 1. Mai wird seit 1889 in verschiedenen Formen als besonderer Tag begangen, seit 1919 in Deutschland als gesetzlicher Feiertag. Dabei hat er sehr unterschiedliche Interpretationen und Formen durchlitten: “Protest- und Gedenktag”, “Kampftag der Arbeiterbewegung”, nationalsozialistischer “Feiertag der nationalen Arbeit”, “Internationaler Kampf- und Feiertag der Werktätigen für Frieden und Sozialismus”, “Tag der Arbeit” und in Berlin seit 1987 Jahren als “Revolutionärer 1. Mai“.

Im und rund um den Mauerpark wird es sicherlich bereits am 30. April zur Walpurgisnacht wieder viele Jugendliche geben, die darauf warten, dass jemand die 1. Mülltonne oder das 1. Auto anzündet. Im Mauerpark bieten die Freunde des Mauerparks und “Liebet eure Feinde” ein buntes, friedliches Programm mit Folkstanz, Samba, Trommeln und weiteren Überraschungen.

Doch wohin geht man, wenn einem das zu heiß erscheint?

Das traditionelle Kinderfest auf der Werneuchener Wiese der SPD beginnt um 14 Uhr. Die Wiese liegt zwischen Volkspark Friedrichshain und der Tanke an der Danziger Straße. Wer es für ein feiertägliches Vergnügen hält, kann mit den Bundestagskandidaten Björn Böhning und Wolfgang Thierse (Vizepräsident Bundestag), der Europaabgeordneten Dagmar Roth-Behrendt und Mitgliedern des Berliner Abgeordnetenhauses plaudern. Es gibt Hüpfburg und Puppentheater, außerdem Spiele, Malen, Basteln, Schach, “Machmit! Museum” für Kinder.

Die Linkspartei lädt ab 13 Uhr zum Kiezfest an der Bötzoweiche am Filmtheater am Friedrichshain. Auf dem Programm steht: Kinderprogramm, Unterhaltung, Gastronomie, Rentnertreff, Info-Stände, Live Musik und Gespräche. Werden die Renter ins Bötzowviertel eingeflogen? Ach nein, nebenan ist die Seniorenfreizeitstätte. Auch hier stehen zum feiertäglichen Vergnügen Politiker bereit: Petra Pau (Vizepräsidentin des Bundestages), Klaus Lederer (Linksparteichef Berlin) und die Bundestagsdirektkandidaten Stefan Liebich und Halina Wawzyniak. Zumindest sehen die Plakate in diesem Jahr hübscher, freundlicher aus als früher.

Nicht mehr ganz in Prenzlauer Berg: Der von Insolvenz bedrohte Kunstverein ACUD in der Veteranenstraße lädt ab 15 Uhr zum traditionellen (und hoffentlich nicht letzten)  Hausfest. In Kino und Theater gibt es Programm für Kinder, Live-Bands spielen auf dem Vorplatz, Lesungen und Kunstauktion finden in der Galerie statt.

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