“Grüne” in Mitte bekämpfen “große” grüne Lösung für den Mauerpark

28. Januar 2010

Ein Kommentar von Frank Mankyboddle, CARambolagen

Im Tandem mit der Beton-Fraktion der SPD Mitte hat die Fraktion der BündnisGrünen im Stadtentwicklungsausschuss am 27.1.2010 gegen eine „große“ grüne Lösung für den Mauerpark gestimmt.

In einer der am dichtesten bebauten Wohngegenden Deutschlands wurde auf Antrag beider Fraktionen (Änderungsantrag DS 1360/III) einer weiteren Verdichtung, und somit einer zunehmenden Belastung für den Mauerpark, Tür und Tor geöffnet. Der Mauerpark ist die nächstgelegene größere Grünfläche für bis zu 100 000 Anwohner in den umliegenden Quartieren und bedarf einer dringenden Erweiterung.

In einem skandalösen „Deal“ will eine Rot-Grüne „Koalition“ eine seit 15 Jahren beschlossene Fertigstellung des Parks (auf ehemals staatseigenem Land, dass nun die „Verwertungsgesellschaft“ VIVICO meistbietend vehökert), mit einer massiven Bebauungsoption nördlich der Gleimstraße (direkt neben dem Kinderbauernhof), quasi „erkaufen“. Mit der zusätzlichen Bebauung auf dem ehemaligen Mauerstreifen in der Bernauer Straße – und weiteren Verdichtungen in den Bezirken Pankow und Mitte (z.B. Marthashof) – steigt die Belastung des Mauerparks langfristig also immer weiter an, auch wenn die Fläche des Parks nach den bisherigen Plänen des Landschaftsarchitekten Gustav Lange vollendet wird.

Das Netto-Resultat ist eine Verringerung potentieller und auch existierender Grünflächen für die Stadtteile Wedding, Prenzlauer Berg und Mitte, die dem Naherholungsverkehr ins Umland weiteren Auftrieb geben dürfte.

Eine ökologische „Meisterleistung“! Glückwunsch „Grüne“!

Obendrein ist es eine politische „Meisterleistung“ die Drecksarbeit für den Senat zu machen, der für die Mauerparkmisere seit eh und je verantwortlich ist. Und weil der jetzige „Rot-Rote“ Senat nicht bereit ist Geld für einen dringend benötigten Park in die Hand zu nehmen (ca.10Mio), das er an anderer Stelle nur allzu bereitwillig für sinnlose, überflüssige und überdimensionierte Projekte verpulvert, springen die MitteGrünen unter Leitung von Stadtrat Gothe (SPD) bereitwillig ein, um sich von der VIVICO „Kompromisse“ aufzwingen zu lassen, die eigentlich einer Erpressung gleichkommen, da solche „Verhandlungspartner“ naturgemäß nicht auf Augenhöhe verhandeln können.

Entgegen aller Proteste der Bürger und des BürgerInitiativenNetzwerks (BIN), das solche „Deals“ und „Kompromisse“ ablehnt, verdingt sich die Grüne Fraktion Mitte als Handlanger einer visionslosen Stadtentwicklungspolitik der SPD. Ein Schuft wer Böses dabei denkt.

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One Comment

  • spa sagt:

    auch nach längerem nachdenken über den “kompromiss”: es ist keiner, sondern eine erpressung.

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