Ausgetoastet
Der “Toast” in der Raumerstraße stellt die Nahversorgung ein. Das sehr kleine Cafe war der erste Laden am Helmholtzplatz, der die Kaffee-Kuchen-Sandwich-Imbiss-Cafe-Kultur auf höherem Niveau einführte – in einer Zeit, als das Gebiet noch weniger von der prekären Laptop-Kreativindustrie und der Medienmeute geprägt war – und bevor jemand den Pregnant Hill erdichtete. Und so ist die Toast-Geschichte denn auch eine, die für die Kiezentwicklung steht: Einerseits Pionier der Entwicklung sein – und andererseits auch “Opfer” selbiger werden. Wie man hört, hat auch die Wirtschaftskrise dazu beigetragen, den Laden zu schließen, der Frühstücksbedarf der Zielgruppe ist zurückgegangen. Während gleichzeitig die qm-Preise für Gewerberaum im Kiez weiter steigen.
Ein Trost bleibt: den guten Toast-Kuchen kann man auch an anderen Orten im Prenzlauer Berg erstehen, z.B. im Cafe Liebling wenige Häuser weiter oder in der bekarei in der Dunckerstraße.
Letzter Tag im Toast:
Sonntag, 21. Februar 2010
Raumerstraße (zwischen Schliemann und Duncker)


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Oh, sehr schade drum! (Und dein Tostbild ist klasse!)